Schlosspark 2026
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Botanischer Garten – 710

13.03.2026 Botanischer Garten (710): Westliche Honigbiene, Missouri-Höckerschildkröte, Graureiher, Kanadagänse, C-Falter, Erdkröte, Sperber

Eine Westliche Honigbiene (Apis mellifera) fliegt die Blüten der Großen Sternhyazinthe (Scilla forbesii) an. Eine Blüte ist schon von einem Käfer besetzt.

Stilleben: Graureiher neben einer Missouri-Höckerschildkröte (Graptemys pseudogeographica ssp. pseudogeographica).

Der Graureiher hat etwas gehört und wendet sich von der Schildkröte ab. Sucht er nach Fröschen? Nein, er versucht, einen Zweig rauszuziehen. Aber es gelingt nicht. Er ist sichtlich frustriert. Ohne Zweig braucht er nicht zum Nest zurückkommen.

Also zweiter Versuch. Aber das wird auch nichts.

Während der Blick auf den Graureiher gerichtet ist, fliegen drei Kanadagänse mit lautem Geschrei heran.

Auch nach der Landung geht es mit lautem Geschrei weiter.

Inzwischen beobachtet der Graureiher das Wasser. Er scheint hungrig zu sein. Aber da ist nichts fressbares.

Die Kanadagans macht sich groß und schüttelt sich.

Der Graureiher versucht ein weiteres Mal einen Zweig herauszuziehen. Geht aber nicht, da angewachsen.

Ablenkung. Ist da doch etwas Fressbares im Wasser?

Jetzt verjagen die Kanadagänse den Graureiher und dieser flüchtet und dreht einige Runden über den Botanischen Garten. Kommt er wieder?

In der Zwischenzeit setzt sich ein C-Falter (Polygonia c-album) zum Wärmen auf die getrockneten Grasstengel.

Der Graureiher kommt zurück. Eine kleine Landungsstudie.

Er ist jetzt auf der anderen Seite des Sees auf der Jagd.

Und schon hat er eine Erdkröte (Bufo bufo) gefangen. Bei Wikipedia steht „Die Hautdrüsen der Kröten produzieren giftige Sekrete, die der passiven Abwehr von Fressfeinden, aber auch als Schutz vor Befall der Haut durch Mikroorganismen dienen. Sie enthalten unter anderem Bufadienolide, die ähnlich wie das Digitalisgift des Fingerhuts wirken, sowie Bufotenine (eigentliches Bufotenin, Dehydrobufotenin, O-Methylbufotenin), die bei Fressfeinden den Blutdruck steigern und die motorischen Zentren von Gehirn und Rückenmark lähmen. Weitere Inhaltsstoffe sind biogene Amine wie Adrenalin, Noradrenalin, Catecholamine, Dopamin und Epinin. Krötengifte sind die am längsten bekannten Tiergifte und wurden schon im Altertum als Heilmittel verwendet.“

Schnell erkennt er den tödlichen Fehler und lässt die Erdkröte fallen.

Von der anderen Seeseite ist Froschgequake zu hören. Das macht hungrig. Aber erst Mal Dehnübungen.

Dann blickt der Graureiher nach oben. Ein Sperber fliegt mit hoher Geschwindigkeit über den See. Kurze Zeit später fliegt er mit Parter in die andere Richtung.

Auf dem Weg aus dem Botanischen Garten über den Nymphenburger Schloßpark treffe ich auf eine bekannte Graugans mit schwarzem Ring mit der Markierung DER PA764. Sie wurde also am Altmühlsee beringt und ist die Einzige, die das ganze Jahr über bleibt. Gesehen habe ich die Graugans bereits am 11.02.2021 und am 19.12.2022 Nymphenburger Schloßpark (Fotogeschichte 391).

Weitere Beobachtungen und Fotogeschichten sind auf meiner Webseite unter https://isegrims-fotogeschichten.de zu sehen.

Kategorie: Schlosspark 2026

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Naturfotograf, Citizen Scientist Mitglied im Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) Mitglied beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Mitglied der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. Mitglied der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens München e.V.

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