Estland
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Estland – Tag 0

Tag 0 (24.03.2022): Anreise, Altstadtbesichtigung von Tallinn

Der Flug findet bei ruhigem und sonnigen Wetter statt und ich kann einige Aufnahmen von der Küste des Baltikums machen.

Da ich bereits gegen Mittag in Tallinn ankomme, unternehme ich am Nachmittag bei freundlichem Wetter eine Besichtigung der Altstadt. Ich nehme jeden, der noch nicht in Tallinn war, gerne mit auf meinen Spaziergang.

Vom Hotel geht es durch eine Unterführung direkt zum Freiheitsplatz. Dort führt die Mayersche Treppe, die von großen Vasen gesäumt ist, auf den Domplatz, vorbei am Harju Park, wo noch Schnee liegt. Auf einem Hügel gibt es auch ein Cafe Kölakoja, dass allerdings geschlossen ist. Oberhalb der Treppe steht der mächtigste Wehrturm der mittelalterlichen Stadtmauer mit Namen Kiek in de Kök, was so viel heißt „guck in die Küchen der verfeindeten bürgerlichen Unterstadt“. Weiter geht es durch den Park mit Blick auf die orthodoxe Aleksander-Nevskij-Kathedrale.

Ich erreiche den Garten des dänischen Königs, in dem drei Mönchs-Skulpturen stehen und es eine tolle Aussicht auf die Altstadt gibt.

Auf der Brüstung sitzt ein Mädchen ganz still und schaut in ihr Smartphone. Eine Silbermöwe ist sehr zutraulich, kommt bis auf wenige Zentimeter heran und macht dann Streckübungen. Haltung und Blick zeigen an, dass jetzt etwas zum Fressen gerne genommen würde.

Ein schmaler Weg führt vom Gate Tower (Lühike Jalg) nach unten Richtung Rathausplatz. Zielsicher setze ich mich an einen Tisch in der Sonne des nach Tripadvisor schlechtesten Lokals am Platz (Nr. 370 von 371 Europäischen und Nr. 924 von 939 Restaurants in Tallinn). Als ich das herausfinde, ist es schon zu spät, ich habe schon bestellt: Cappuccino und Seljanka Suppe. Die gute Nachricht: es schmeckte nicht schlecht, preislich OK und ich habe es überlebt!

Eine schmale Gasse, die Katharinenpassage, sieht etwas gruselig aus. Scheint aber auch interessant zu sein. Auf der einen Wandseite sind antike Grabsteine aus dem Dominikanerkloster St. Katharinen zu sehen. Ich komme bei der Mauerstraße heraus und sehe eine begehbare Stadtmauer. Der Eingang  ist beim Turm hinter den Mönchen. Im Turm gibt es eine schmale Steintreppe die steil nach oben führt. Oben angelangt kann ich ein Teilstück der mittelalterlichen Stadtmauer begehen und genieße einen besonders freien Blick auf die Türme und Dächer der Altstadt.

Wieder unten, ende ich über die Mauerstraße bei der Lehmpforte. Vor der Pforte gibt es eine Zeile Blumengeschäfte mit einer großen Auswahl an Blumen und fertigen Gestecken und Gebinden.

Zurück in der Altstadt komme ich an einem Steakhaus vorbei, wo eine Kuh für das Essen wirbt, quasi für sich selbst. In einem Schaufenster wird für Regenschirme mit skurrilen Köpfen geworben. Musik macht mich auf den Vanalinna Uisupark aufmerksam, auf dem Eislauf in der Altstadt möglich ist.

In Tallinn ist der Sepp König und hat sein eigenes Schnitzelhaus.

Zum Garten des dänischen Königs geht es wieder hoch durch die Lühike Jalg. Vorbei an der Deutschen Botschaft. Das Haus hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich.

Unterhalb des Schlosses befindet sich dieser Gedenkstein an den 20. August 1991, den Tag der Unabhängigkeit Estlands von der Sowjetunion. Es war einer der Steinblöcke, mit der der Zugang zum Domberg versperrt wurde.

Am Parkende steht Estlands erstes gepanzertes Fahrzeug und die Büste von Admiral Pitka, estnisch militärischer Befehlshaber des Estnischen Unabhängigkeitskriegs.

Kategorie: Estland

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Naturfotograf, Citizen Scientist Mitglied im Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) Mitglied beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Mitglied der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. Mitglied der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens München e.V.

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