Spatenbräufilz/Mooshamer Weiher
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Spatenbräufilz – 749

19.08.2026 Spatenbräufilz (749): Sumpf-Heidelibelle, Teichfrösche, Große Heidelibelle, Gerandete Jagdspinne mit Beute, Gemeine Heidelibelle, Kleine Goldschrecke, Gemeine Waldschwebfliege, Schwarze Heidelibelle

In der Nacht hat es stark geregnet, die Heide- und Blaubeerpflanzen sind noch nass. Als die Sonne herauskommt, wird es zudem extrem schwül. Am Moortümpel sitzen Männchen der Sumpf-Heidelibellen (Sympetrum depressiusculum) an den Warten.

Auf anderen Warten rasten Männchen der Großen Heidelibelle (Sympetrum striolatum).

Im Teich lauert der Tod in vielfältiger Weise. Vor allem lauern heute wieder überall Teichfrösche (Pelophylax „esculentus“) auf fette Beute.

Ein Teichfrosch fällt mir besonders auf, da er sich vorsichtig an etwas anschleicht. Was ist wohl sein Ziel?

Es ist eine Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus), die gerade eine Heidelibelle verspeist.

Nun wird der Jäger selbst zur Beute. Mit einem Satz springt der Teichfrosch nach vorne und die Spinne samt Beute ist verspeist.

Über dem Teich patrouillieren Männchen der Großen Königslibelle und der Blaugrünen Mosaikjunger auf der Suche nach Weibchen. Ab und zu fliegt ein Männchen der Hochmoor- oder Torf-Mosaikjunger hinzu, wird aber sofort wieder verjagt. Zweimal werden Männchen fündig, bilden ein Paarungsrad und verschwinden sofort in den Bäumen.

So bleibt Zeit, den Tandems der Gemeinen Heidelibelle (Sympetrum vulgatum) zuzusehen, wie sie Eier ablegen. Das Ganze findet im Flug statt. Der Waldschrat schreibt hierzu: „Zur Paarungszeit finden sich die Gemeinen Heidelibellen, wie alle anderen auch, am Gewässer zusammen. Die Männchen fliegen ihre Reviere auf der Suche nach Weibchen ab. Sobald eine potentielle, paarungsbereite Partnerin gefunden ist, wird diese sofort ergriffen. Kurze Zeit später wird das für Libellen typische Paarungsrad gebildet. Das Männchen sucht nun einen geeigneten Sitzplatz, denn nur im Sitzen kann es seine Spermien an das Weibchen übertragen. Unmittelbar nach einer Paarung fliegt das Pärchen in Tandemformation zum Gewässer, wo das Weibchen unter schnell wippenden Flugbewegungen seine Eier an der Wasseroberfläche abstreift. Die Eiablage dauert länger als bei der morphologisch ähnlichen Großen Heidelibelle. Offenbar fliegen die Tiere hierzu auch weiter auf das Wasser hinaus. Nach einiger Zeit löst sich das Tandem auf. Das Männchen bewacht aus einiger Entfernung sein Weibchen und vertreibt sich nähernde Rivalen. Die Eier überwintern in einer Diapause. Die im April und Mai schlüpfenden Larven durchlaufen 9 bis 11 Stadien, die jeweils mit einer Häutung abgeschlossen werden. Für Ihre Entwicklung zur Libelle benötigen sie ca. 4 Monate.“

Das Tandem wird immer wieder bei der Eiablage gestört von den jagenden Mosaikjungfern und Großer Königslibelle, oder auch von konkurrierenden Männchen der Großen Heidelibelle oder weiteren noch einsamen Männchen der Gemeinen Heidelibelle.

Beim Gang zu einem anderen Tümpel bewegt sich im Schilfgras ein Männchen der Kleinen Goldschrecke (Euthystira brachyptera).

Auf dem Ast einer Kiefer ruht sich eine Gemeine Waldschwebfliege (Volucella pellucens) aus.

Ein Männchen der Schwarzen Heidelibelle (Sympetrum danae) mit noch schöner gelber Zeichnung sitzt auf seinem Ansitz.

An anderem Ansitz parkt ein Weibchen der Gemeinen Heidelibelle.

Auch in dem größeren Moorgewässer warten Teichfrösche auf Beute.

Im Schilf hat ein Weidenjungfer (Chalcolestes viridis) Tandem Halt gemacht.

Es ist wieder sehr heiß. Ein Männchen der Gemeinen Heidelibelle hält es nur in der Obelisken-Stellung aus.

Und noch ein Teichfrosch in Lauerstellung.

Weitere Beobachtungen und Fotogeschichten sind auf meiner Webseite unter https://isegrims-fotogeschichten.de zu sehen.

Kategorie: Spatenbräufilz/Mooshamer Weiher

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Naturfotograf, Citizen Scientist Mitglied im Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) Mitglied beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Mitglied der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. Mitglied der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens München e.V.

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