Bodensee
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Am Bodensee – 683

14.-16.11.2025 Am Bodensee (483): Mittelmeermöwe, Graureiher, Kormoran, Höckerschwäne, Lachmöwen, Striegeliger Schichtpilz, Rostgänse, Singschwäne, Großer Brachvogel, Riesen-Goldrute, Misteldrossel, Gebirgsstelze, Hauskatze

Durch die bereits über Nordafrika beginnende lebhafte Südströmung gelangt am Freitag Saharastaub über die Alpen bis nach Deutschland. Dadurch wird die Luft etwas trüber und die Sonne erscheint leicht milchig am Himmel. An der Mole Fischbach fliegt eine Großmöwe ihre Runden. Vermutlich eine Mittelmeermöwe im Jugendkleid oder ersten Winter.

An der Rotachmündung steht ein Graureiher auf einem Bein und wartet auf, ja auf was? Auch ein Kormoran ruht in der Nähe, im Hintergrund grundeln Höckerschwäne.

Lachmöwen haben sich zum gemeinsamen Gefiederputz eingefunden.

Am Samstag ist der Saharastaub weg und es gibt viel wärmende Sonne und blauen Himmel. Es ist ein perfekter Tag. Frühmorgens geht es per Zug ins Eriskircher Ried. Die Schussen im Eriskircher Ried, kurz vor ihrer Mündung in den Bodensee, fließt hier breit und ruhig.

Es geht an Apfelplantagen vorbei durch einen Wald. Alte Baumstämme sind von Moos und Striegeligen Schichtpilzen (Stereum hirsutum) bedeckt.

An der Schussenmündung ruhen viele Rostgänse, manche sind mit Putzen beschäftigt und wieder andere sind auf Nahrungssuche. Einige Großmöwen und Lachmöwen haben sich dazugesellt. Eine Krähe fliegt einen Platz mit Übersicht an.

Zu hören sind sie schon von weitem. Die Singschwäne halten sich leider sehr weit entfernt vom Ufer auf.

Ob die Lachmöwe die Heranfliegende begrüßt oder ihr mitteilt, dass sie hier unerwünscht ist, bleibt offen.

Weiter draussen mit Blick auf Friedrichshafen trocknet ein Kormoran seine Flügel. Mehrere Rostgänse und auch ein Großer Brachvogel suchen nach Nahrung.

Die umgestürzten Bäume werden von den Vögeln gerne als Ruheplätze angenommen.

Kurz nach elf Uhr fliegen immer wieder kleine Gruppen von Rostgänsen vorbei. Die Lachmöwen verlieren dadurch nicht ihre Ruhe.

Am Sonntag ist der Himmel bedeckt. Es ist merklich kühler und feuchter. Der Herbst hat im Ried schöne gelbgrüne, orangene bis braune Farbtöne erzeugt. Die Riesen-Goldrute (Solidago gigantea) ist bereits verblüht.

Zurück an der Schussen. Eine Misteldrossel löscht hier ihren Durst.

Eine Gebirgsstelze huscht von einer Stelle zur anderen auf der Suche nach Fressbarem.

An der Schussenmündung sind meine Lieblingsenten zu sehen, viele Krickenten.

Ein Nebelband liegt tief über dem Bodensee.

Ein Graureiher hat ein kleines Fischchen erwischt.

Und eine Hauskatze ist streunend auf der Suche nach etwas Fressbarem.

Weitere Beobachtungen und Fotogeschichten sind auf meiner Webseite unter https://isegrims-fotogeschichten.de zu sehen.

Kategorie: Bodensee

von

Naturfotograf, Citizen Scientist Mitglied im Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) Mitglied beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Mitglied der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. Mitglied der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens München e.V.

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