Costa Rica, Reiseberichte
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Costa Rica – Tag 11

Tag 11: Bootsfahrt auf dem Rio Tempisque

Bereits sehr früh geht es mit dem Motorboot vom Bootsteg der Ensenada Lodge durch den nordwestlichen Teil des Golfes von Nicoya bis zur Rio Tempisque-Mündung. Es gibt vor allem im nordöstlichen Küstenabschnitt große Mangrovenbestände und Schlickflächen, auf denen sich unzählige Wasservögel tummeln.

Als erstes fällt ein Amerikanischer Schlangenhalsvogel (Anhinga anhinga) ins Auge, als es in Richtung der Mangroven geht. Weiter geht die Fahrt auf dem Rio Tempisque, bis in der Nähe der Mündung eine 780 Meter lange Brücke namens „El Puente de la Amistad Costa Rica-Taiwán“ den Fluss überspannt. Dies bedeutet auf Deutsch „Die Brücke der Freundschaft zwischen Costa Rica und Taiwan“. Auf dieser Bootsfahrt beobachte ich Schneesichler (Eudocimus albus), Dohlengrackel (Quiscalus mexicanus), Spitzkrokodile (Crocodylus acutus) und Regenbrachvogel (Numenius phaeopus).

Immer wieder sitzen auf den Bäumen am Ufer Fischadler.

Dann wird eine Stelle erreicht, in der viele Braunpelikane (Pelecanus occidentalis) und Prachtfregattvögel (Fregata magnificens) sich die Baumkronen teilen und als Start und Landepunkt für Nahrungsflüge nutzen.

Auf dem Rückweg werden in der Uferzone Steinwälzer (Arenaria interpres), Schlammtreter (Tringa semipalmata), Große Schlammläufer (Limnodromus scolopaceus) und Kiebitzregenpfeifer (Pluvialis squatarola) gesehen.

Auf Sandbänken landen und ruhen Königsseeschwalben (Thalasseus maximus), putzen sich Braunpelikane und auch ein Schwarzmantel-Scherenschnabel (Rynchops niger) kann unter den Königsseeschwalben ausgemacht werden.

Zurück in der Ensenada Lodge sind die Langschwanz-Häher (Calocitta formosa) frech und wollen auch etwas vom Frühstück abbekommen. In der Nähe ruht ein Carmine skimmer (Orthemis discolor) und ein Banded Peacock (Anartia Fatima).

Die Reise geht weiter nach Süden in Richtung der neuen Unterkunft Hotel Cerro Lodge.

Ein Pärchen Mangroven-Kreischeulen (Megascops cooperi) besuchen wir bei Regen. Sie haben auf einem Baum ihr festes Zuhause.

Der Regen hat aufgehört. Zu sehen ist am Wegrand einen Breitflügelbussard (Buteo platypterus), der auf einem Ast sitzt.

15 Minuten später der nächste Stopp. Elfenbeinsittiche (Aratinga canicularis) und Weißstirnamazonen (Amazona albifrons) sitzen hoch oben in den Bäumen. Ihr Gefieder ist noch ganz nass vom Regen. Am Wegesrand ist ein großes Nest von vermutlich Faltenwespen. Riefenschnabelanis (Crotophaga sulcirostris), ein Rosttäubchen (Columbina talpacoti) und eine Rotschwanzammer (Aimophila ruficauda) sitzen auf Zweigen. Auf der Straße parkt ein Truthahngeier (Cathartes aura).

In einem Gartencenter sind viele wunderschöne Orchideen zu bewundern.

In der Parkanlage der Cerro Lodge ist ein Kapuzineraffe (Cebinae) neugierig auf die neuen Ankömmlinge. Hoffmannspechte (Melanerpes hoffmannii) turnen auf den morschen Bäumen auf der Suche nach Maden.

Lustig ist der Gelbkopfkarakara (Milvago chimachima), der gerade eine Reitstunde nimmt.

Gelbkopfkarakara (Milvago chimachima)
Kategorie: Costa Rica, Reiseberichte

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Naturfotograf, Citizen Scientist Mitglied im Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) Mitglied beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Mitglied der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. Mitglied der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens München e.V.

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