06.06.22 Naturreservat Riet Vell: Aufzucht des Flussseeschwalben Nachwuchses
Einige der Flussseeschwalben sind noch beim Brüten. Andere bereits schwer damit beschäftigt, die hungrigen Mäuler zu stopfen, oder sagt man bei Flussseeschwalben Schnäbel? Eine Flussseeschwalbe hat zwei Fische im Schnabel und ruht sich erstmal auf einer kleinen grasbewachsenen Miniinsel aus. Auf einer anderen kleinen Miniinsel bestehend aus Zweigen, Steinen und Erde warten bereits ihre beiden hungrigen Küken. Der Altvogel fliegt ab und kommt mit den beiden Fischen im Schnabel zur „Küken-Insel“ herangeflogen. Die Küken reißen ihre Schnäbel soweit auf wie es nur geht. Aber der Altvogel landet nicht, um die Fische abzuliefern. Er fliegt zum Schrecken der Küken einfach vorbei, was diese sprachlos macht. Der Vorgang wiederholt sich mehrmals.







Als der Altvogel tatsächlich landet, hat er nur noch einen Fisch im Schnabel. Ist es derselbe oder hat der mit den zwei Fischen sich mit der Insel vertan? Oder hat er unterwegs zur Stärkung den einen Fisch selber gefressen? Dies kann nicht aufgeklärt werden. Der Landeanflug ist etwas seltsam, der Altvogel macht es spannend und fliegt dann wieder mit dem Fisch weg. Die beiden Küken sind ziemlich frustriert und mittlerweile auch von der Anstrengung ermattet.















Endlich kommt der Altvogel und übergibt diesmal wirklich den Fisch an das dunkler gefärbte, etwas ältere Küken. Kaum ist der Fisch im Magen, erfolgen wieder die Hungerrufe. Da macht der Altvogel mit und alle rufen zusammen.






Während der Altvogel wieder auf Fischfang unterwegs ist, vertreiben sich die Küken ihre Zeit, z.B. mit Flügelschlagen, zur Kräftigung der Flügelmuskulatur. Als der Altvogel ohne Fisch zurückkommt, schimpfen die beiden Kleinen und schreien noch lauter „Hunger!“. Das ist unerträglich, und der Altvogel nimmt die Jagd nach Fisch wieder auf. Die beiden Küken rufen jetzt wieder lautstark nach Fisch! Zwischendurch ruhen sie erschöpft aus und liegen flach auf ihrer Insel – gut getarnt.












Endlich wird ein Fisch gebracht. Das Küken, für den er vorgesehen war, scheint nicht besonders aufmerksam zu sein. Als es den Schnabel aufreißt, ist der Fisch schon auf den Boden gefallen. Und ehe es sich versieht, hebt das andere Küken den Fisch auf und verschlingt ihn.








Eine Ruhepause gönnen die Kleinen den Erwachsenen nicht. Also wieder auf Fischfang fliegen und mit einem schönen Fisch zurückkommen. Das wird erwartet!


