Nymphenburger Schloßpark, Schlosspark 2023
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Botanischer Garten – 423

16.03.2023 Botanischer Garten: Daurischer Rhododendron, Baumhummel, Zweifarbige Sandbienen, Polsterfliege, Gehörnte Mauerbiene, Dunkle Erdhummel, Stängellose Schlüsselblume, Kleiner Fuchs, Zweifarbige Sandbienen, Gewöhnliche Sternhyazinthe, Steinhummel, Schwarzspinne, Grasfrosch, Gemeine Winterlibelle, Prachtpflanzen-Rhododendron

Der Nachmittag ist wieder etwas wärmer, also auf in den Botanischen Garten. Der Daurische Rhododendron (Rhododendron sichotense) ist bereits voll erblüht.

Eine Königin der Baumhummel (Bombus hypnorum) holt ihren Nektar wieder bei den Blüten der Schneeheide (Erica herbacea).

Ein Weibchen der Zweifarbigen Sandbiene (Andrena bicolor) ruht auf einem Blatt.

Eine Fliege aus der Gruppe der Polsterfliegen (Pollenia spec.) holt sich den Nektar bei der Gewöhnlichen Sternhyazinthe (Chionodoxa luciliae) .

Ein Männchen der Gehörnten Mauerbiene (Osmia cornuta) nimmt eine Auszeit.

Die Gewöhnliche Sternhyazinthe (Chionodoxa luciliae) lockt auch die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) Königin an. Aber was machen die Milben auf den Hummeln?

Nachzulesen bei aktion-hummelschutz.de: Milben leben auf Königinnen (im Frühjahr sehr häufig sichtbar) und Jungköniginnen (im Spätsommer) nur, um von A nach B zu kommen: Die Hummel dient als Taxi, die Milben halten sich an den Haaren fest (vgl. Lebenszyklus der Hummel). Sehr zielsicher sammeln sich dazu die Milben auf der Jungkönigin im Spätsommer, um mit ihr das Nest zu verlassen und auf ihr zu überwintern. Im kommenden Frühjahr lassen sie sich im neuen Nest dann einfach fallen. Im Nest fressen sie vom Pollen, allerdings in der Regel nicht so viel, dass ein großer Schaden für die Hummeln entstehen würde. Daneben ernähren sie sich auch vom Kot und vom Wachs, halten das Nest so sauber und stören die Abläufe im Nest kaum. Sie sind daher keine Parasiten. In manchen Nestern konnten Forscher aber bis zu 18.000 Tiere zählen – dann schaden die Milben durchaus (Rożej, et al., ‎2012)! Auch während des Jahres nutzen einzelne Tiere die Hummeln als Taxi, indem sie sich zu verschiedenen Blüten transportieren lassen. Bis zu 24 Stunden können sie dort warten. Erscheint währenddessen dort der nächste Blütenbesucher, heftet sich die Milbe an diesen und wechselt dadurch das Nest. Das dauert gerade einmal 3 Sekunden (Schwarz & Huck 1997).

Der Kleine Fuchs (Aglais urticae) zieht die Blüten der Stängellosen Schlüsselblumen (Primula vulgaris) als Nektarquelle vor.

Dies trifft auch für das Männchen der Zweifarbigen Sandbiene (Andrena bicolor) zu.

Bei der Gewöhnlichen Sternhyazinthe ist auch die Königin der Steinhummel (Bombus lapidarius) zu finden. Auch sie ist als Taxi für Milben unterwegs.

Am Alpinum sehe ich ein Männchen der Zweifarbigen Sandbiene auf einem Stein ruhen.

Auch eine Schwarzspinne (Zelotes spec.) läuft mir über den Weg. Sie wartet bis ich wegsehe, dann verschwindet sie so schnell sie kann.

An einem Tümpel genießt ein Grasfrosch (Rana temporaria) die Wärme der Sonne.

Ein Weibchen der Gemeinen Winterlibelle (Sympecma fusca) wärmt sich ebenfalls.

Die erste Blüte des Prachtpflanzen-Rhododendron (Rhododendron calophytum) hat sich geöffnet.

Kategorie: Nymphenburger Schloßpark, Schlosspark 2023

von

Naturfotograf, Citizen Scientist Mitglied im Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) Mitglied beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Mitglied der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. Mitglied der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens München e.V.

3 Kommentare zu “Botanischer Garten – 423”

  1. Herbert Friedrich sagt:

    Das sind beeindruckende Aufnahmen. Die Biologie der an den Hummeln sitzenden Milben ist sehr gut, auch durch die schönen Bilder, dargestellt.
    Ich habe was gelernt.

  2. Herbert Friedrich sagt:

    Tolle Aufnahmen und hervorragende informative Texte.

    1. Hans Wolf sagt:

      Ich danke Dir Herbert, auch ich habe was gelernt. Und besonders schön ist es, wenn es nicht nur im Internet gefunden wird, sondern direkt beobachtet werden kann.

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