14.08.2022 Botanischer Garten: Kahle Griesel, Glasflügelwanze Liorhyssus hyalinus, nicht bestimmbare Vogelfeder, Streifenwanze, Große Sumpfschwebfliege, Blauflügelige Ödlandschrecke, Gelege der Gelbwangenschildkröte, Rhododendronzikaden, Feuerlibelle, Ringeltaube
Am späten Nachmittag kleine Runde im Botanischen Garten. Wieder sehe ich Wanzen in der Nutzpflanzenabteilung. Die Bestimmung der Wanzen ist nicht einfach, da viele sich ähneln. Also die Benennung mit Vorsicht genießen. Über Änderungen informiere ich. Neu war für mich der Kahle Griesel (Nysius senecionis). Die zweite gefundene dürfte die Glasflügelwanze Liorhyssus hyalinus sein. Wanzeneier von ihr kann ich auf dem Spargelsalatkraut keine mehr finden.


Ich wandere zur Arktis. Dort findet sich eine von mir nicht bestimmbare Vogelfeder. Von welchem Vogel könnte die sein?

Es geht zur Steppe. Streifenwanzen (Graphosoma italicum) und viele Männchen der Großen Sumpfschwebfliege (Helophilus trivittatus) auf Blüten des Feld-Mannstreus (Eryngium campestre) erfreuen sich des reichhaltigen Angebots.


Beim Alpinum sind die Blauflügeligen Ödlandschrecken (Oedipoda caerulescens) noch anwesend.

Außerdem wurde (nicht von mir) beobachtet, wie an zwei Stellen auf dem Alpinum Gelbwangenschildkröten (Trachemys scripta scripta) ein Gelege gegraben und nach der Eiablage wieder abgedeckt haben. Die beiden Stellen habe ich fotografiert. Bleibt abzuwarten, ob mit Glück das Ausschlüpfen der kleinen Schildkröten beobachtet werden kann.


Auf den Blättern des Rhododendrons sind viele Rhododendronzikaden (Graphocephala fennahi) zu finden. Es sind Schädlinge.

Bei Wikipedia findet sich dazu: „Die Rhododendronsträucher zeigen oftmals durch die Saugtätigkeit eine Fleckung der Blätter und zuweilen Blattfall bei einer hohen Individuendichte der Zikaden. Die Zikade überträgt außerdem den aus Nordamerika stammenden Pilz Pycnostysanus azaleae, der an Rhododendronbüschen braune, abgestorbene Knospen verursachen kann. Begünstigt wird der Befall durch kleine Schlitze, die die Rhododendronzikaden bei der Eiablage im Spätsommer und Herbst in die Knospenschuppen schneiden. An den Zikaden haftende Pilzsporen werden in diese Verletzungen eingetragen. Dort findet der Pilz ideale Lebensbedingungen. Das Ausmaß des Schadens wird erst im Frühjahr beim Nichtaustrieb der Blütenknospen erkennbar. Die Blütenknospen verfärben sich über den Winter grau bis braun und sterben schließlich ab. Die eingetrockneten Knospen bleiben mumifiziert am Strauch. Aus den Knospen wachsen etwa 2 Millimeter lange „Stäbchen“, die Fruchtkörper des Pilzes, hervor. Durch diese Auswüchse ist der Pilzbefall mit Pycnostysanus von anderen Pilzkrankheiten wie z. B. Grauschimmel oder von durch Frost geschädigte Blütenknospen zu unterscheiden. Der Pilz kann außerdem abwärts in den Zweig eindringen und diesen zum Absterben bringen.“
Im Schmuckhof liebt es das Männchen der Feuerlibelle (Crocothemis erythraea), an aufgestellten Schildern zu rasten. Oder hat versucht, das Schild wieder gerade auszurichten?

Im Nutzgarten balzt eine Ringeltaube und gibt seltsame Geräusche von sich.

