Nymphenburger Schloßpark, Schlosspark 2020
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Nymphenburger Schloßpark 1

Rehe, C-Falter, Gartenbaumläufer, Graureiher, Kolbenenten, Froschlaich, Polizei, Schwanzmeisen, Waldkauz

Pan-Skulptur, Sumpfmeisen, Buchfinken, Kleiber, Waldkauz, Graskarpfen, Aurorafalter

Wacholderdrossel, Graureiher, Erdkröten, Streifengans, Pfeifente, Kolbenente, Schwanenpaarung

Kanadagänse, Nonnengänse, Stare, Stieglitze, Blaumeisen, Kolbenenten, Haubentaucher, Rehe, Waldkauz, Habicht und Ringelnattern.

3. April 2020

Heute waren wieder viele Rehe zu sehen.

Im Park die ersten C-Falter, Admiral und Diestelfalter gesehen. Ein Gartenbaumläufer, eine Biene die auf Pauls Jacke gelandet ist, zwei Graureiher (einer unten, einer rechts oben auf dem Biberbau), ein Kolbenentenpaar, Froschlaich, eine Schwanzmeise, und der Waldkauz Resi1, den ich schon länger nicht mehr erblickt habe, konnten beobachtet werden.

Die Polizei fährt durch den Park und kontrolliert, ob die Corona-Maßnahmen eingehalten werden.

7. April 2020

Die Skulptur des Pan ist wieder zu sehen nach der Entfernung der Winterverschalung. Hier sitzt auch öfter der Eisvogel an.

Dann bei den Sumpfmeisen vorbeigeschaut. Sie sind noch aktiv. Am Vogelfutterplatz ein Buchfinkenpärchen. Buchfinken sind derzeit überall im Park zu sehen. Der Kleiber hat nachgesehen, ob noch was da ist.

Endlich ist Waldkauz Michaela wieder zu sehen. Oder ist das Kasimir?

Im Pagodensee sah ich viele Graskarpfen.

Am Schluss des Spaziergangs kam nochmal große Freude auf. Am Freitag an der Isar sah ich den ersten Aurorafalter, nun meinen zweiten im Park verweilend auf einer Blume.

9. April 2020

Morgens wieder im Nymphenburger Schloßpark auf Pirsch gegangen und mit überraschendem Erfolg. Eine Wachholderdrossel begrüßt mich am Eingang. Wie schon im letzten Jahr hat sich ein Graureiherpaar wieder ein Nest gebaut. Mal sehen, ob der Nachwuchs wieder aus fünf kleinen besteht.

Seit gestern Nachmittag zeigen sich viele rivalisierende Erdkröten Männchen beim gleichzeitigen Versuch der Begattung. An anderen Stellen waren ausruhende, erschöpfte oder in Wartestellung befindliche mit unterschiedlichem Gewand zu sehen.

Ein Streifenganspaar hat auch wieder in den Park gefunden. Der Pfeifenten-Erpel ist schon den ganzen Winter über im Park und sucht ein Weibchen – in Ermangelung eines Pfeifenten Weibchen möchte er ein Stockenten Weibchen lieben. Das finden die Stockenten gar nicht lustig, haben sie doch selber Mangel. Später verjagt ein Blässhuhn den Pfeifenten Erpel, aber dieser gibt nicht auf und pfeift was das Zeug hält. Sein angebetetes Stockenten-Weibchen hat ihn (noch) nicht erhört. Auch die Kolbenenten-Erpel haben ein Problem. Mehr als 5 Erpel, aber nur ein Weibchen.

Am Ende meines heutigen Spazierganges hatte ich noch das Glück, vor dem Schloß die Balz und Paarung eines Höckerschwanenpaares beobachten zu dürfen. Graziös sind sie vor und nach dem Akt.

10. April 2020

Heute Morgen machte ich wieder einen Spaziergang im Nymphenburger Schloßpark.

Unglaublich, jeder Besuch bringt neue Überraschungen. Schön war es, das Balzverhalten der Kanadagänse zu beobachten. Nach erfolgreichem Vertreiben eines anderen männlichen Konkurrenten zeigt das Männchen ein Triumphverhalten durch lautes Rufen, in welches das Weibchen einstimmt. Sieht gut aus für den Ganter. Die ersten Graugänse mit 2 Gösseln gesehen. Auch die Nonnengänse balzen.

In einem großen alten Baum mit mehreren alten Spechthöhlen, eine davon sieht etwas neuer aus, mal sehen ob hier Buntspechte einziehen, haben Stare sich eine Höhle ausgesucht. Fantastisch der Einflug. Sie fliegen scheinbar direkt in die Höhle. Nur beim genauen Hinsehen kann ich erkennen, dass sie sich kurz vor dem Einflug mit beiden Beinen am Höhlenrand abstützen. Beim Verlassen geht es geschwind nach oben auf einen der Äste. Gleich daneben putzen sich Stieglitze. Und unten an einem Baumstamm daneben, hängt ein Nistkasten, wofür sich Blaumeisen entschieden haben.

Kolbenenten, drei Erpel und ein Weibchen, unternehmen mehrere Rundflüge über die Seen im Park. Vielleicht handelt es sich um einen Flugwettbewerb um das Weibchen zu beeindrucken.

Und auf dem See macht sich ein einsamer Haubentaucher bereit für mehrere Tauchgänge. Später schwimmt ein Kolbenentenpärchen ganz entspannt Richtung Ufer. Als sich ein weiterer Erpel nähert, gibt das Weibchen ihrem Partner zu verstehen, dass es nur mit ihm wolle. Zu zweien geht es weiter.

Kurz vor dem Verlassen des Parks gab es noch eine Überraschung. Nur wenige Meter vom Hauptweg sah ich noch eine ruhende Rehgeiß und einen äsenden Rehbock.

Verabschieden tat ich mich beim Waldkauz Kanali.

11. April 2020

Früh am Morgen habe ich mich zuerst wieder an die Stelle mit der Starenhöhle begeben. Es herrscht ständiger Ein- und Ausflug. Zwischendurch überquert eine Rohrweihe den Park.

Ein Blässhuhn hat etwas zum Fressen gefunden und aufgeknackt. Ist es eine Walnuss oder Muschel? Die Haubentaucher arbeiten noch am Aufbau ihres Nestes. Daneben kommt es während der Balz zur Begattung.

Eine Graugansfamilie mit 7 Gösseln macht einen ersten Ausflug. Mal sehen, wie viele das Erwachsenenalter erreichen.

12. April 2020

Wieder früh morgens im Park. Der Frühling ist voll im Gange. Schlüsselblumen auf den Wiesen, die Bäume bekommen ihre Blätter. Es geht jetzt alles in großer Eile voran. Nur regnen müsste es jetzt. Sumpfmeisen, Blaumeisen, Kleiber und Stare bereiten ihre Baumhöhlen für die Brut vor. Zuerst zu den Staren, die immer noch große Aktivität zeigen.

Dann ein Blick zu den Haubentauchern. Sie sind noch mit der Balz und Paarung beschäftigt. Am Nest wird weiter gebaut. Als eine Rabenkrähe stört, wird sie ausgeschimpft.

Weitere Graugänse haben Nachwuchs und schützen die Gösseln unter dem Federkleid vor der Kälte.

Haben die Graureiher schon Nachwuchs? Dann beginnt die Suche nach Ästlingen. Leider erfolglos. Die Waldkäuze Dacherl und Pagodi sind bereits außerhalb ihrer Baumhöhlen, gut versteckt in den Mistelzweigen.

Vor dem Schloß balzen einige Schwanenpaare. Und immer wieder kommt es zu Revierkämpfen. Höckerschwäne sitzen bereits im Nest auf ihren Eiern. In einem der Nester sind 4 Eier zu sehen.

13. April 2020

Zuerst ein Blick auf den Baum, in dessen Höhle der Waldkauz Kanali sitzt.

Lustig, immer mehr Stockentenweibchen sind hoch in den Bäumen zu sehen. Suchen sie eine Bruthöhle oder genießen sie die bessere Aussicht?

Ein kleiner Spaziergang zur Sumpfmeisenhöhle. Sie begrüßt mich mit Gesang.

Mit Spannung werden die jungen Waldkäuze erwartet. Beide Altkäuze befinden sich wieder im Baum bei den Misteln und haben sich in eine gute Beobachtungsposition begeben. Hier werden wir bald etwas zu sehen bekommen.

Die vielen Rehe im Park lassen sich auch durch den Ansturm der Osterspaziergänger und Jogger nicht stören.

14. April 2020

Es ist bitter kalt. Als ich um 7 Uhr 40 ankam, graste eine Gruppe Rehe auf der Wiese. Ein sehr schöner Moment. Es ist eine Ricke mit ihren beiden Kitzen vom letzten Jahr. Jung fegt zuletzt und verfärbt zuerst. Das Haarkleid wird bei alten Rehen spät gewechselt. Eines der Kitze ist der Bock. Man spricht dann von einem Jährling. Bei ihm und seiner Schwester kann man schon die braune Sommerdecke erkennen. Die grauen Winterhaare verschwinden. Mit diesen polstern Meisen ihr Nest aus.

In der Kälte habe ich bis kurz vor 10 Uhr gewartet, um zu sehen, wo die beiden Waldkäuze (Pagodi und Dacherl) ausfliegen. Es war aber zu kalt, vermutlich blieben sie in den Höhlen und wärmten ihre Jungen.

Anschließend habe ich einen Habichthorst gefunden – schlechte Lichtverhältnisse und schlechte Einsicht. Aber immerhin beide Habichte am Horst. Sie sind noch mit dem Ausbau des Horstes beschäftigt.

Beim Waldkauz Michaela müssten auch bald die Jungen zu sehen sein.

Ein Liebespaar: Die Graugans und die Kanadagans sind schon lange zusammen.

Immer wieder sind Buntspechte zu sehen. Die ersten Rauchschwalben sind vor dem Schloß eingetroffen.

15. April 2020

Wieder früh in den Park gefahren. Es ist kalt und windig. Die Graugänse mit ihren Gösseln weiden am Kanalufer und benützen auch den Gehweg, wie es im Park vorgeschrieben ist. Auf der anderen Seite des Wegs gibt es immer das bessere Futter.

Den Habicht heute im Wald fliegen gesehen.

16. April 2020

Schon vor halb acht Uhr im Park. Zuerst ein Blick auf die Graugänse mit ihren Gösseln.

Dann nachgesehen, ob die Ästlinge der Waldkäuze zu sehen sind. Heute wo es wieder wärmer ist, sitzen die beiden Altvögel wieder zusammen auf einem Baum weit oben hinter Mistelzweigen verborgen. Von den Ästlingen keine Spur. Beim Habicht ist im Horst wenig Bewegung zu sehen, allerdings oben in den Bäumen sitzt einer, der von Eichelhähern und Rabenkrähen immer wieder gejagt wird.

Und im nahen Wald äst ein junger Rehbock.

Im Schloßkanal sind viele Karpfen zu sehen.

Ein Stockenten-Erpel sucht immer wieder nach Brauchbarem im Schwanennest, in dem sich 4 Eier befinden. Wirklich wegscheuchen lässt er sich nicht. Der Schwan baut sein Nest immer wieder um und wendet die Eier in die neue Position. Bin gespannt, wann die Küken aus den Eiern schlüpfen.

Die große Überraschung war dann das Streifengans-Paar. Diesmal konnte ich es auf großer Nähe beobachten.

17. April 2020

Bereits um 7 Uhr 15 im Park. Die Graugänse verlieren immer mehr Gössel. Im Park gibt es Marder, Fuchs, Rabenkrähen, Mittelmeermöwen, Sperber und Habicht, und alle haben Hunger. Die zwei Rehkitze fressen Moos von einem vermoderten Baumstamm.

Die Haubentaucher haben schon mindestens ein Ei gelegt. Das wird schön, wenn der Nachwuchs sich zeigt. Alle warten noch immer auf die jungen Waldkäuze. Einer der beiden Eltern, Pagodi, wird von Rabenkrähen aus seinem Mistelversteck vertrieben und flüchtet sich in seine Baumhöhle. Diese hatte vorher schon ein Stockenten-Weibchen als mögliche Bruthöhle besichtigt und nicht für geeignet angesehen.

Nach einiger Zeit kommt Pagodi wieder vorsichtig zum Vorschein und schaut sich erst einmal um, ob die Luft rein ist. Er macht sich ganz groß und sonnt sich in der Sonne. Dann setzt er sich auf den Ast vor seiner Höhle. Eine Rabenkrähe macht wieder einen Angriff und mit Schwung ist er wieder in der Baumhöhle und alles fängt von vorne an.

Bei der derzeitigen Wärme kommen die Ringelnattern zum Vorschein. Sie hängen an Ästen oder unter der Rotwangen-Schmuckschildkröte, oder zwischen den Schildkröten.

Waldkauz Michaela sitzt wieder vor seiner Höhle. Viele sind der Meinung, dass es sich um Kasimir handelt. Beim Rückweg mache ich noch einmal beim Pagodi halt. Er sitzt jetzt auf einem Baum gegenüber dem Gehweg und ist durch die Blätter nur noch schwer zu sehen.

Kategorie: Nymphenburger Schloßpark, Schlosspark 2020

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Naturfotograf, Citizen Scientist Mitglied im Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) Mitglied beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Mitglied der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. Mitglied der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens München e.V.

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