Nymphenburger Schloßpark, Schlosspark 2020
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Nymphenburger Schloßpark 2

Graugans Gössel, Rotkehlchen, Höckerschwan Nestbau Höckerschwan Nestbau, Mittelmeermöwe, Trauerschnäpper

Ringelnattern, Kolbenenten Paarung, Waldkauz Pagodi.

Rauchschwalben, Waldkauz Martin, Eichkätzchen Baumhöhle, Rehbock, Turmfalke

Kanadagans Gössel, Eichkätzchen Baumhöhle, Sumpfmeise, Stare.

Rauchschwalben, Haubentaucher, Graureiher, Kanadagans Gössel

20. April 2020

Wieder um 7 Uhr 15 im Park. Die Graugansfamilie mit ihren Gösseln ist schon unterwegs auf Futtersuche. Ein Stockentenerpel ist vom Aussehen her eine Hybride Ente. Von wem wurde er gezeugt?

Das Rotkehlchen war nicht scheu und verharrte auf dem Ast eine ganze Weile.

Am Pagodensee fing ein Schwanenpaar an ihr Nest zu bauen. Dazu reißen sie alles an altem Schilf raus und bauen sich damit einen Wall. Das geht alles bequem sitzend und oft sogar synchron.

21. April 2020

Heute um 8 Uhr habe ich wieder den Park besucht. Es ist kühl und sehr windig. Beim Eintritt in den Park begrüßt mich eine Rauchschwalbe. Sieht nach einer erfolgreichen Pirsch aus.

Die zwei Höckerschwäne am Pagodensee sind fleißig am Bau ihres großen Nestes. Noch ist das dafür erforderliche Baumaterial in Sitznähe, auch wenn sie sich schon sehr strecken müssen. Aber dafür haben sie vermutlich ihre langen Hälse.

Im Nest der Graureiher gibt es Nachwuchs. Es sollen schon vier Jungvögel gesehen worden sein. Auch eine Ente schaut nach was sich im Nest tut. Wie in jedem Jahr sind auch wieder die Mittelmeermöwen da. Oft rasten sie oberhalb des Graureihernestes in der obersten Etage.

Beliebt ist auch eine Wurzel nahe am See. Während ich die Graureiher und Mittelmeermöwen beobachte, schwimmt ein Blässhuhn in meine Nähe und auf der anderen Seite am Weg balzen Nonnengänse.

Anschließend habe ich bei den Sumpfmeisen nachgesehen. Es wird schon gefüttert. Auch die Haubentaucher sind aktiv beim Fischfang.

Der Höhepunkt war allerdings heute die Sichtung eines Trauerschnäppermännchens. Toll, was es immer wieder neues zu sehen gibt.

22. April 2020

Heute ging ich erst am frühen Nachmittag in den Park und ging zum Kugelweiher. Ich wollte die Ringelnattern fotografieren. Zuerst waren nur einzelne und kleine zu sehen. Etwas später sonnten sich auf einem größeren Ast mehrere, auch große Ringelnattern.

Es schwammen auch ein Kolbenenten-Pärchen und ein Kolbenenten-Erpel auf dem Weiher. Nach einer Weile kam es zur Paarung. Der Störerpel ist saulästig. Er versucht alles, das Pärchen zu stören und zwickte dem anderen Erpel immer in die Backe – aber erfolglos. Nach der Paarung wurde erst einmal eine Waschung vorgenommen.

Pagodi saß wieder auf einem Baum gegenüber seiner Höhle. Von den Ästlingen war noch immer nichts zu sehen.

23. April 2020

Nach dem Mittagessen war wieder ein Besuch im Park angesagt. Beim Haupteingang sind die Spikes auf den Mauervorsprüngen entfernt worden und die Rauchschwalben haben sofort die Gelegenheit genutzt, sich dort auszuruhen und an ihren Nestern zu bauen.

Waldkauz Martin saß vor seiner Höhle. Auf der Suche nach den Ästlingen wurde ich nicht fündig.

Aber an einem der Bäume war eine Spechthöhle, die einer Familie Eichkätzchen anstelle eines Kobels dient. Die Jungen waren noch sehr vorsichtig, um an der Baumrinde nicht abzurutschen.

Während ich die Sumpfmeisen-Baumhöhle beobachtete, stand plötzlich ein Rehbock auf dem Weg, der genauso überrascht war wie ich. Nach einer kleinen Weile sprang er hüpfend durch den Wald von dannen. Und kurz vor Verlassen des Parks flog ein Turmfalken Männchen auf einen blühenden Kastanienbaum.

24. April 2020

Nachmittags wieder im Schloßpark. Von den Ringelnattern sonnt sich noch eine Große am Pagodensee. Schöne Spiegelungen im Wasser. Auch ein Pferd ruht sich auf einer Parkbank aus.

Weiter geht es zum Waldkauz Michaela. Nicht weit entfernt befindet sich eine Kanadagansfamilie mit 8 Gösseln. An der Eichkätzchen-Baumhöhle klettern die Kleinen ganz vorsichtig und erkunden ihre Umgebung.

Waldkauz Kanali ruht in seiner zweiten Baumhöhle aus, wo er Martin genannt wird. Der einzige Waldkauz im Park mit Vor- und Zuname.

Berittene Polizistinnen kontrollieren im Park. Der Wind bläst immer wieder große Staubwolken von den trockenen Wegen auf.

Auf dem Wasser schwimmen viele Märzfliegen (Bibio marci) und sind mühelos zu ergattern. Für die Enten ist jetzt eine gute Zeit.

Vor dem Schloß ist ein großer Trupp Stare auf Nahrungssuche.

25. April 2020

Heute ging es wieder einmal früh um 7 Uhr 30 in den Park. Vor dem Schloß wurden die Wiesen und Blumen mit Sprenklern gewässert. Auch die Rauchschwalben profitieren von der Bewässerung, denn jetzt ist ihr Baumaterial in der richtigen Konsistenz vorhanden. Ständig fliegen sie das Material zum Schloßeingang, um dort die neuen Nester zu bauen.

Die Haubentaucher brüten noch. Bin gespannt, wann die Kleinen zu sehen sind. Auch bei dem Graureihernest habe ich nachgesehen. Die Jungen sind schnell größer geworden und sind jetzt leichter zu sehen. Es sind vier. Über dem Nest wacht der Altvogel und war immer startbereit, wenn Krähen zu aufdringlich wurden.

Ein weiteres Paar Kanadagänse machte einen Ausflug mit 7 Gösseln.

Kategorie: Nymphenburger Schloßpark, Schlosspark 2020

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Naturfotograf, Citizen Scientist Mitglied im Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) Mitglied beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Mitglied der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. Mitglied der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens München e.V.

Ein Kommentar zu “Nymphenburger Schloßpark 2”

  1. Berndt Mainhardt sagt:

    Danke für die Fotogeschichte. Unglaublich, was es in diesem Park zu sehen gibt, wenn man den Blick und das entsprechende Wissen dafür hat. Ich vermisse allerdings Fotos. Weiterhin alles Gute und schöne Naturerlebnisse. Wenigstens die kann man zur Zeit genießen.

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