Nymphenburger Schloßpark, Schlosspark 2022
Schreibe einen Kommentar

Nymphenburger Schloßpark – 329

17.07.2022 Nymphenburger Schloßpark: Gewöhnlicher Blutweiderich, Kaisermäntel, Waldkauz Michaela, Kleine Zangenlibelle, Feuerlibelle, Paarung des Großen Blaupfeils, Rehkitz, Singdrossel, Graureiher, Stockente, Frühe Heidelibelle, Exuvie der Gemeinen Eintagsfliege

Ein heißer, aber nicht zu heißer Sonntag. Trotz Sonntag besuche ich den Nymphenburger Schloßpark und bin überrascht über den fehlenden Besucherandrang. An den Bächen blüht Gewöhnlicher Blutweiderich (Lythrum salicaria),  Disteln werden von Kaisermänteln (Argynnis paphia) besucht, hier zu sehen ein Weibchen.

Waldkauz Michaela ist wieder zu Hause. Scheu lugt sie aus ihrem Versteck hervor.

Vor dem Kiefernsteg ist eine jetzt im Schatten stehende Bank, die zum Ausruhen einlädt. Vor der Bank auf dem Weg sonnt sich ein Männchen der Kleinen Zangenlibelle (Onychogomphus forcipatus). Wegen „rücksichtslosen“ Joggern muss sie sich einen neuen Platz suchen.   

Bei der Großen Kaskade setzt sich immer wieder ein Männchen der Feuerlibelle (Crocothemis erythraea) auf den warmen Untergrund. Dann fällt meine Aufmerksamkeit auf den Paarungsflug des Großen Blaupfeils (Orthetrum cancellatum). Oft von anderen Libellen gestört, fliegen die beiden auf und suchen nach einem anderen Platz, wo sie ungestört sind.

Auf dem Weg zum Pagodenburger See ist plötzlich ein Rehkitz im Wald zu sehen. Es blickt regungslos auf den Fotografen. Nach gefühlten Minuten versteckt es sich in einer Senke, die ein umgefallener Baum erzeugte. Dann trifft es eine Entscheidung. Springt hoch und entfernt sich rennend im Wald.

Im Gebüsch versteckt hält sich auch eine junge Singdrossel auf.

Am Pagodenburger See angekommen wird es ärgerlich. Einer der mittlerweilen zu vielen Graureiher im Park steht auf einem verlassenen Blässhuhnnest direkt an dem Baum, den die Ringelnattern zum Sonnen bevorzugen. Frisst der jetzt „unsere“ Ringelnattern? Zu sehen sind sie nicht, da sie entweder schon im Bauch des Graureihers verschwunden sind, oder sich klugerweise noch nicht gezeigt haben. Der Graureiher putzt sich mangels Fressgelegenheiten. Seine Gelenkigkeit zeigt er demonstrativ.

Ab und zu kommen Stockenten aus dem überhängenden Gebüsch des Ufers und drehen eine Runde. Bei den Erpeln nimmt das Prachtkleid bereits ab.

Auf dem Weg zum Botanischen Garten ist am Uferrand eine Frühe Heidelibelle (Sympetrum fonscolombii) auf der Jagd. Nach kurzem Jagdflug sucht sie wieder ihre Warte auf.

An der Rückseite des Schlosscafés im Palmenhaus sind seltsam anzusehnde Gebilde an der Wand. Es stellt sich heraus, dass sie von der Gemeinen Eintagsfliege (Ephemera vulgata) stammen, die aber schon ausgeschlüpft waren. Nur noch deren Larvenhaut (Exuvie) klebt am Putz. Diese allerdings sind wunderschön gefärbt.

Kategorie: Nymphenburger Schloßpark, Schlosspark 2022

von

Naturfotograf, Citizen Scientist Mitglied im Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) Mitglied beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Mitglied der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. Mitglied der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens München e.V.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert