03.05.2923 Nymphenburger Schloßpark (445): Waldkauz-Ästlinge, Ibis, Graureiher, Mittelmeermöwen, Haubentaucherfamilie, Grünspecht
Am frühen Nachmittag bin ich im Nymphenburger Schloßpark und schau zuerst nach den Ästlingen. In der Bruthöhle zeigt sich ein neugieriger Waldkauz-Ästling.

Auf der großen Insel des Badenburger Sees nisten in diesem Jahr bereits acht Graureiherpaare. Vielleicht sind es auch mehr als acht Nester, nicht alles ist gut einsehbar.

Auf dem See sind jetzt einige männliche Kolbenenten unterwegs in ihrem wunderschönen leuchtenden Prachtkleid.

Im Brutbaum von Waldkauz Kasimir gibt es auch Nachwuchs, der zweite Ausgang ist aber noch nicht benutzt worden. Und noch ist nicht viel zu sehen. Aber es wurde in der Höhle schon das Gesicht eines Ästlings erahnt.

Beim Biberbau putzt sich ein Graureiher und beobachtet den Kolbenentenerpel. Wäre doch ein schöner Schmaus.

Das Paar Mittelmeermöwen rastet nicht lange. Wem wohl die Rufe gelten?

Ein Haubentaucherpaar kann ich längere Zeit beobachten. Auf dem Rücken des Weibchens sind Küken zu sehen. Mal sehen, wieviele es sind. Gerade wird ein Frosch einem der Küken übergeben. Ein zweites Küken ist auch zu sehen. Dann schwimmt der Frachter zu einem neuen Ziel.




Das Haubentaucher Männchen bringt eine Feder. Zwei Küken interessieren sich für das Federspiel. Jetzt sind es schon vier Köpfe, nein, hinten ist noch einer, also fünf Küken!





Der Transporter fährt wieder ein Stück weiter in Richtung einer neuen Bucht. Endlich kann sich das Weibchen mit der Gefiederpflege etwas entspannen, während der Nachwuchs die Gelegenheit nutzt, einige Runden zu schwimmen.





Jetzt muss wieder Nahrung her, die Rufen der Küken werden lauter. Oberhalb am Ufer döst ein Stockenten-Pärchen. Das Haubentaucher-Männchen bringt einen großen Fisch. Der ist so groß, dass das Küken nach der Übernahme des Fisches erst Mal das Gleichgewicht verliert und um Haltung kämpft. Dann zeigt es der Mutter, dass es den Fisch ganz alleine verschlingen kann. Die Geschwister beobachten den Vorgang ganz genau.






Die Familie schwimmt gemeinsam Richtung große Insel. Dort kommt das Männchen schon wieder mit einem großen Fisch herbeigeschwommen. Zwei Küken stürzen sich auf den angebotenen Fisch, das größere macht das Rennen. Auch hier ist es für das Küken nicht einfach, die Balance zu halten und den Fisch nach oben zu stemmen, damit er gut reinrutscht in den leeren Magen.





Auf der großen Insel sind in einem der Nester zwei junge Graureiher zu sehen. Sie halten nach beiden Richtungen Ausschau. Vermutlich warten auch sie auf Nahrung. Kräftigung der Flügelmuskulatur wird immer wichtiger, damit kann die Wartezeit gut ausgefüllt werden.


Der Ibis hat sich entschieden, einen neuen Standort aufzusuchen. Der Graureiher hat ihn lange genug angestarrt. Der Ibis fliegt zu einem (seinem?) Nest. Selbst gebaut oder von den Graureihern übernommen. Es sieht aus wie ein Körbchen mit Henkel.







Zuerst ist der Ruf eines Grünspechts zu hören, dann wird das Weibchen hoch oben in einem Baum entdeckt.


Bevor ich den Park verlasse, schau ich noch einmal bei den Waldkauz-Ästlingen vorbei. Es gibt einen zweiten Höhlenausgang, der in einen gesprungenen und abgebrochenen Seitenast der Eiche mündet. Und da ist ein Ästling reingekrochen und beobachtet unten am Boden das Geschehen.



