Nymphenburger Schloßpark, Schlosspark 2022
Kommentare 4

Botanischer Garten – 334

29.07.2022 Botanischer Garten: Teichfrösche und Kaulquappen, Fische, Sechsfleck-Widderchen, Baumhummel, Himmelblauer Bläuling, Blauflügelige Ödlandschrecke, Rote Keulenschrecke, Zauneidechse, Braune Mosaikjungfer, Große Pechlibelle

Heute Nachmittag wieder im Botanischen Garten. Im Teich des Schmuckhofs sind die Teichfrösche (Pelophylax esculentus) aktiv. Auch die kleinen Jungfrösche sind zu sehen. Und alle warten bewegungslos auf Fressbares.

Kleine Fische saugen „was auch immer“ von der Oberfläche des Teichs in ihren Schlund.

Zum ersten Mal sehe ich Sechsfleck-Widderchen (Zygaena filipendulae) auf der Blüte eines Gelben Sonnenhuts im Botanische Garten.

Das gilt auch für die auf einer Distel angetroffenen Baumhummel (Bombus hypnorum), die leicht mit der Ackerhummel verwechselt werden kann.

Auf dem Alpinum ist ein Weibchen des Himmelblauen Bläulings (Polyommatus bellargus) auf Nahrungssuche.

Auch die unterschiedlich gefärbten und an den Untergrund angepassten Blauflügeligen Ödlandschrecken (Oedipoda caerulescens) und heute besonders gut zu sehen die Rote Keulenschrecke (Gomphocerippus rufus) sind hier aktiv.

An anderer Stelle sonnt sich ein Männchen der Zauneidechse (Lacerta agilis) und wartet dabei auf Fressbares.

Schon seit zwei Jahren versuche ich die Braune Mosaikjungfer (Aeshna grandis) in ihrer vollen Schönheit zu fotografieren. Einmal habe ich sie am Kugelweiher erwischt, aber das Gesicht war durch einen Schilfhalm verdeckt. Jetzt kann ich ein Männchen im Flug beobachten und sehe, wo es sich im Nadelbaum ausruht.  

Zurück am Schmuckhof jagt eine Ringelnatter (Natrix natrix). Immer mal wieder taucht ihr Kopf zwischen Seerosenblättern auf. Das bedeutet Gefahr für Libellen, wie z.B. dem Männchen der Großen Pechlibelle (Ischnura elegans), oder einem der Teichfrosch-Kaulquappen (Pelophylax esculentus). Einige der Kaulquappen haben bereits Beine entwickelt. Neugierig betrachten sie ihre Umwelt oder lechzen doch schon stark nach Fliegen und anderem Fressbaren. Im Teich geht es um Fressen oder Gefressen werden.

In den Blüten der Blumen in den Blumenbeeten sind weitere Hummeln zu sehen. Auch das Sechsfleck-Widderchen ist am Abend noch sehr aktiv.

Kategorie: Nymphenburger Schloßpark, Schlosspark 2022

von

Naturfotograf, Citizen Scientist Mitglied im Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) Mitglied beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Mitglied der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. Mitglied der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens München e.V.

4 Kommentare zu “Botanischer Garten – 334”

  1. Nanny Grube sagt:

    Das Sechsfleckwidderchen macht sich aber sehr gut, sowohl auf gelb, als auch auf lila! Herzliche Grüße, Nanny

    1. Hans Wolf sagt:

      Vielen Dank Nanny für die Rückmeldung. Ja, mir hat das Widderchen mit diesen Farbenspielen auch gut gefallen. Herzliche Grüße, Hans

  2. Herbert Friedrich sagt:

    Das war wieder ein sehr informativer Spaziergang im Botanischen Garten. Die Vielfalt an Pflanzen und besonders der Lebeweswesen wird in Bild und Text sehr gut dargestellt. So erlebt man wie immer die Beobachtungen mit.

    1. Hans Wolf sagt:

      Vielen Dank für die Blumen. Es ist immer wieder erstaunlich, was es alles zu sehen gibt, wenn man seine Auge für die kleinen Insekten geschärft hat. Herzliche Grüße, Hans

Schreibe einen Kommentar zu Nanny Grube Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert