04.04.2023 Gündinger Wehr: Wasseramsel, Gebirgsstelze, Mäusebussard, Stockentenpaar

Die Brutverbreitung der Wasseramsel ist eng an klare, strömungs- und sauerstoffreiche Fließgewässer gebunden; weite Teile ihres Verbreitungsgebietes teilt sie mit der Gebirgsstelze. Die bevorzugten Lebensräume sind Bäche und Flüsse der Forellenregion; meist, aber nicht ausschließlich, sind diese Gewässer breiter als zwei Meter und weisen eine minimale Abflussmenge von etwa einem Kubikmeter pro Sekunde bei einer Strömungsgeschwindigkeit von 12–20 Zentimeter pro Sekunde auf. Die Gewässer müssen einen steinigen oder kiesigen Untergrund und zumindest abschnittsweise dicht bebuschte Ufer aufweisen. Kleine Wasserfälle, Felsen oder große Steine im Wasserlauf sowie Uferabbrüche sind günstige Requisiten. Wichtig sind eine möglichst gleichmäßige Wasserführung sowie Eisfreiheit im Winter. Diese Bedingungen erfüllt die Amper am Gündinger Wehr. (Quelle: Wikipedia)

Die Wasseramsel kehrt mit vollem Schnabel zurück zum Nest. Sie fliegt das Nest nicht direkt an, sondern rastet erst in Bodennähe, nähert sich vorsichtig und fliegt dann zum Nest hoch, um die Jungvögel mit Nahrung zu versorgen.

Ab und zu betrachtet sie den Himmel, ob Feinde gefährlich werden könnten. Aber sie sieht nur die Ankunft der Schwalben.

Am Wehr brütet auch die Gebirgsstelze. Die Nahrung ist manchmal nicht weit entfernt zu finden.




In regelmäßigen Abständen kommt ein Elternteil der Wasseramsel mit vollem Schnabel angeflogen. Die Übergabe an jeweils eines der Küken dauert nur wenige Millisekunden. Dann erfolgt schon wieder der Abflug. Einige dieser Übergaben habe ich erwischt.





Neben dieser intensiven Fütterung der Küken wird in Pausen ein zweites Nest gebaut für die zweite Brut.





Ein erster Jungvogel ist bereits aus dem Nest geflogen und muß auch gefüttert werden. Die Erwachsenen haben also ganz schön viel zu tun. Kaum ist der Altvogel in Sicht, sperrt der Jungvogel den Schnabel weit auf und wippt und flattert mit den Flügeln. Vorsichtig nähert sich der Altvogel und stopft ihm die Futterladung in den Schnabel. Nachdem die Futterladung reingestopft wurde, reißt der Jungvogel den Schnabel sofort wieder auf. Dem Altvogel wird damit signalisiert, sofort wieder Futter herbeizuschaffen.






























Ein Mäusebussard überfliegt die Amper.

Er könnte für den Jungvogel gefährlich werden. Darum hält sich der Jungvogel meist nahe am Wehr auf und verschwindet oft hinter der unteren Blende. Die Altvögel müssen ihn zur Nahrungsübergabe manchmal erst lange suchen, bis sie ihn entdecken und füttern können.
Ein Stockentenpaar im Prachtkleid hält sich ebenfalls am Wehr auf und gründelt ausgiebig.


Zuletzt sind noch einige volle Schnäbel zu bestaunen. Unter den Beutetieren überwiegen die für schnellfließende Gewässer typischen Insektenarten, vor allem die Larven der Köcherfliegen, Eintagsfliegen, Steinfliegen, Lidmücken und der Kriebelmücken. An weiteren Wirbellosen spielen Süßwasserschnecken, Würmer, Flohkrebse und Wasserasseln eine gewisse Rolle. Terrestrisch lebende Tiere wie Käfer, Ameisen, Tausendfüßer und Spinnen werden bei Gelegenheit ebenfalls erbeutet. Unverdauliche Nahrungsreste werden als Gewölleballen hochgewürgt. Die Nestlingsnahrung besteht zu Beginn fast ausschließlich aus Larven von Eintagsfliegen; später überwiegen Larven von Köcherfliegen.









Lieber Hans,
Wirklich beeindruckende Bilder! Du hast die Aufzucht der Wasseramseln sehr schön dokumentiert! Beneidenswert 😉
Danke Hans. Ja, es war eine schöne Gelegenheit, dies aus nächster Nähe beobachten zu dürfen. Kleine Auswahl aus über 5000 Fotos.
Lieber Hans P. und Hans,
auch ich bin beeindruckt von der Dokumentation der Aufzucht des Wasseramsel Nachwuches und davon das es dir, Hans, gelungen ist die Stadien von der Balz über den Nestbau und der Aufzucht bis zum Ausflug festzuhalten. Danke für dein Durchhaltevermögen. Der Schlusspunkt kommt im 8. Ausflug, wenn der Jungvogel Inselhopping betreibt und sich selbständig macht.
Danke Fritz, mit dem Wetter hatte ich Glück, denn bei dem jetzigen wäre es wohl nichts geworden. Am 10. April waren auch sehr viele Fotografen da, bei bestem Osterwetter!