Schlosspark 2026
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Botanischer Garten – 731

24.05.2026 Botanischer Garten (731): Ringeltaube, Distelfalter, Seefrösche, Gewöhnliche Maskenbiene, Kanadagans mit Gössel, Europäische Sumpfschildkröte, Riesenblattschrecke, Wandelnde Bohne

Vormittags im Botanischen Garten. Beim Alpinum hält sich auf dem Weg eine Ringeltaube auf. Sie ist nicht scheu und macht lange keine Anstalten zu flüchten.

Zwischen Steinen und Pflanzen ruht am Alpinum ein Distelfalter (Vanessa cardui).

Auf der anderen Seite des Botanischen Gartens, im kleinen Becken im System der Pflanzenfamilien, halten sich Seefrösche (Pelophylax ridibundus) auf und geben ein Quak-Konzert.

Neben vielen Honigbienen werden die Blütenstände des Pskem-Lauchs (Allium pskemense) auch von den kleinen Gewöhnlichen Maskenbienen (Hylaeus communis) aufgesucht. Allium pskemense ist eine hochgradig attraktive, seltene Zwiebelpflanze aus Zentralasien. Sie ist für Bienen, Hummeln und andere Insekten ein exzellenter und nektar- sowie pollenreicher Bestäuber-Magnet.

Zurück zum Großen Teich. Eine Kanadagansfamilie mit 4 Gösseln schwimmt Richtung Ufer. Sehr überraschend sind von den 4 Gösseln 3 Graugansgössel und nur das dritte Gösselin der Reihe ist von der Kanadagans. Vermutlich hat die Kanadagans ein Graugansnest mit bereits 3 Eiern übernommen und noch ein eigenes viertes Ei dazugelegt. Am Ufer angelangt, maschiert die Truppe in aller Ruhe durch das Ufergesträuch, über den Fußweg und zur Wiese. Dort wird ausführlich gegrast. Dabei hält immer einer der beiden Eltern Wache.

Die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis), die sich hier zum Sonnen aufhält, muss sich gut festhalten. Unter und neben ihr laichen Karpfen. Karpfen laichen im späten Frühjahr bis Frühsommer, wenn die Wassertemperatur über einen längeren Zeitraum konstant 18 bis 22 Grad beträgt. Meist fällt dies in den Zeitraum von Mai bis Juli. Dabei versammeln sich die Fische in flachen, pflanzenreichen Uferzonen, wo die Weibchen (Rogner) Tausende bis über eine Million Eier ablegen, die an Wasserpflanzen kleben und von den Männchen (Milchner) befruchtet werden. Die Fische suchen flache, schnell erwärmbare Bereiche auf. Das Laichen ist ein sehr kräftezehrender Vorgang, bei dem die Karpfen oft krampfhaft durch das Wasser schlagen, was vom Ufer aus deutlich zu hören und zu sehen ist. Nach der Eiablage betreiben Karpfen keine Brutpflege. Der Nachwuchs schlüpft je nach Temperatur nach einigen Tagen. Nach dem kräftezehrenden Laichakt haben die Fische extremen Hunger und fressen sich regelrecht voll, um ihre Energiereserven wieder aufzufüllen.

Im BIOTOPIA Lab sind derzeit große Riesenblattschrecken (Siliquofera grandis) und Wandelnde Bohnen (Diapherodes gigantea) zu sehen und zu bestaunen.

Weitere Beobachtungen und Fotogeschichten sind auf meiner Webseite unter https://isegrims-fotogeschichten.de zu sehen.

Kategorie: Schlosspark 2026

von

Naturfotograf, Citizen Scientist Mitglied im Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) Mitglied beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Mitglied der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. Mitglied der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens München e.V.

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