17.06.2026 Thanninger Weiher, Spatenbräufilz (737): Blauflügel-Prachtlibelle, Schlupfwespe, Brauner Waldvogel, Gemeine Eintagsfliege, Große Königslibelle, Gemeine Viehbremse, Feldgrille, Kleiner Fuchs, Rostfarbiger Dickkopffalter, Asselfliege, Goldstaub-Laubkäfer, Goldglänzender Rosenkäfer, Moorschnucken, Reiherente, Kiefernnadelwickler, Heidespanner, Waldmoorspanner, Heidelbeer-Kleinspanner, Vierfleck, Kleine Moosjungfer, Schönbär, Rotbauchiger Stachelkäfer, Kleiner Schmalbock, Gemeiner Bienenkäfer
Erneut am späten Vormittag bei den Thanninger Fischweihern eingetroffen. Es ist heiß und schwül, trotz bewölktem Himmel. Blauflügel-Prachtlibellen (Calopteryx virgo) fliegen am Uferrand.

Hoch oben am Baum ruht eine Schlupfwespe (Habrocampulum biguttatum).

In der Wiese ruht ein Brauner Waldvogel (Aphantopus hyperantus). Er ist auch unter dem Namen Schornsteinfeger bekannt.

Wunderschön anzusehen ist die Gemeine Eintagsfliege (Ephemera vulgata), die sich ebenfalls in der Wiese aufhält. Es fängt zu regnen an, aber schon bald hört es wieder auf.

Lange beobachte ich die Große Königslibelle (Anax imperator), wie sie über das Wasser fliegt. Sie ist extrem schnell und unternimmt unvorhersehbare Flugmanöver.

Das schwüle Wetter ist ideal für Bremsen, mehrere sind am Auto zu finden. Im Gras beobachtet eine, vermutlich, Gemeine Viehbremse (Tabanus bromius) die Umgebung.

Nun geht es weiter Richtung Spatenbräufilz. Auf dem Wegrand krabbelt eine Feldgrille (Gryllus campestris), deren rechte Seite fehlende Gliedmaßen aufweist.

Heuer scheint das Jahr des Kleinen Fuchses (Aglais urticae) zu sein. Es ist der Falter, den ich seit dem Frühjahr am häufigsten sehe. Und jedes Mal freue ich mich über dessen Schönheit.


In diesem Monat zeigt sich jetzt auch ein Rostfarbiger Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus).

Die Blüten des Gelbfrüchtigen Kälberkropfs (Chaerophyllum aureum) ziehen Insekten magisch an. Eine Asselfliege (Rhinophora lepida), ein Goldstaub-Laubkäfer (Hoplia argentea) und ein Goldglänzender Rosenkäfer (Cetonia aurata) haben sich zum Festmal hier eingefunden.



Beim Spatenbräufilz angekommen, sind wieder Moorschnucken eingesetzt, auch Weiße Hornlose Heidschnucke (Ovis aries) genannt. Im LBV-Steckbrief ist zu lesen: „Die Moorschnucken im Spatenbräufilz haben sich in den letzten Jahren erfolgreich etabliert: sie kommen jeden Sommer als Landschaftspfleger ins Moor und verbeißen den aufkommenden Faulbaum. Im Moor scheinen sie sich sichtlich wohl zu fühlen, dafür sprechen auch die abnehmenden Darmparasiten.“

Ein Reiherenten Weibchen findet einen trockenen sicheren Ruheplatz.

Auf dem Rundgang sind jetzt mehr Schmetterlingsarten zu sehen. Ein Kiefernnadelwickler (Archips oporana) ruht in der Besenheide. Unweit entfernt ruht ein Heidespanner (Ematurga atomaria). Zu sehen auch der Waldmoorspanner (Macaria brunneata), der sich einen neuen Ruheplatz gesucht hat. Zu guter Letzt ein Heidelbeer-Kleinspanner (Scopula ternata).





Der Vierfleck (Libellula quadrimaculata) ist überall zu sehen. Er besetzt auch den Ansitz der Kleinen Moosjunger.



Die Kleine Moosjungfer (Leucorrhinia dubia) muss sich daher andere Ruheplätze suchen.

Es wird Zeit, zurückzukehren. Auf dem Weg, der aus dem Spatenbräufilz zurückführt, angekommen, gibt es die große Überraschung. Ein Schönbär (Callimorpha dominula) macht auf sich aufmerksam. Die BUND NRW Naturschutzstiftung hat – gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. – den Schönbär zum Schmetterling des Jahres 2010 gekürt. Der Schönbär gehört zu den wenigen Nachtfalterarten, die auch tagsüber aktiv sind.



Zurück vom Spatenbräufilz sind auf den Blüten des Gelbfrüchtigen Kälberkropfs weitere Insektenarten eingetroffen: Rotbauchiger Stachelkäfer (Mordellochroa abdominalis), Kleiner Schmalbock (Stenurella melanura) und Gemeine Bienenkäfer (Trichodes apiarius).




Weitere Beobachtungen und Fotogeschichten sind auf meiner Webseite unter https://isegrims-fotogeschichten.de zu sehen.









