Spatenbräufilz/Mooshamer Weiher, Thanninger Fischweiher
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Thanninger Weiher, Spatenbräufilz – 739

02.07.2026 Thanninger Weiher, Spatenbräufilz (739): Brauner Waldvogel, Sumpf-Heidelibellen, Landkärtchen, Mäusebussard, Reiherenten mit Küken, Großer Blaupfeil, Feuerlibelle, Gefleckter Schmalbock, Kaisermantel, Heidespanner, Kleine Moosjungfer, Große Königslibelle, Gerandete Jagdspinne, Gemeine Binsenjungfer, Großer Flussläufer, Kleiner Wasserfrosch, Kleiner Schmalbock, Streifenwanze Paarung, Gefleckter Schmalbock, Schwarzmilan

Bei schönstem Wetter geht es am Nachmittag zu den Thanninger Fischweihern. Die Blüten des Einjährigen Berufkraut (Erigeron annuus), auch Feinstrahl genannt, werden vom Braunen Waldvogel (Aphantopus hyperantus) aufgesucht.

Auch das Landkärtchen (Araschnia levana) fliegt es gerne an.

Bei jedem Schritt fliegen viele Sumpf-Heidelibellen (Sympetrum depressiusculum) auf. Sie sind frisch geschlüpft. Zu erkennen ist das an den noch nicht ausgefärbten Flügelmalen (Pterostigma). Der BUND Naturschutz schreibt hierzu: „Die Sumpf-Heidelibelle hat ihre deutschen Verbreitungsschwerpunkte in Bayern und Brandenburg. Obwohl die Art auch in fischereiwirtschaftlich genutzten Teichen zu finden ist, hat sich ihr Zustand in den vergangenen Jahren verschlechtert, sie gilt hierzulande als vom Aussterben bedroht.“ Schön, dass es hier noch so viele gibt.

Während der Libellen Beobachtung fliegt ein Mäusebussard über die Fischweiher.

In dem größeren Fischteich macht ein Reiherenten-Weibchen einen Ausflug mit ihren 3 Küken. Alle sind sehr vorsichtig.

An der gegenüberliegenden Seite ist ein Reiherenten-Weibchen mit 8 Küken unterwegs. Auch hier herrscht große Aufmerksamkeit und Vorsicht.

Im Gras ruht ein Großer Blaupfeil (Orthetrum cancellatum).

Daneben ruht eine eher seltene Feuerlibelle (Crocothemis erythraea). Der Bund Naturschutz schreibt hierzu: „Feuerlibellen gelten als Wanderart, sie können weite Strecken bis zu 1.000 Kilometer zurücklegen und sich auf diese Weise gut ausbreiten. Infolge der Klimaerwärmung häufen sich die Nachweise dieser südeuropäischen und afrikanischen Art vor allem in den bayerischen Flusstälern.“

Ein Gefleckter Schmalbock (Rutpela maculata) stillt seinen Hunger auf den Blüten des Echten Mädesüß (Filipendula ulmaria).

Es ist jetzt auch die Flugzeit des Kaisermantels (Argynnis paphia).

Weiter geht es ins Spatenbräufilz. Ein Heidespanner (Ematurga atomaria) macht kurz Rast.

An einem Tümpel beobachte ich wieder Libellen. Zum ersten Mal sehe ich auch hier eine Feuerlibelle (Crocothemis erythraea) sitzen.

Mehrere Männchen der Kleinen Moosjungfer (Leucorrhinia dubia) warten auf das Eintreffen eines Weibchens.

Des Öfteren jagt eine Große Königslibelle (Anax imperator) an diesem Tümpel. Machmal kommt es mit einer weiteren zu einem Revierkampf. Ich mache eine weitere Aufnahme von der Feuerlibelle. Plötzlich stürzt sich die Große Königslibelle auf die ruhende, von mir sicher geglaubte, Feuerlibelle, dreht einige Runden mit ihr und verschwindet in einer gegenüberstehenden Kiefer. Hier verspeist sie die Feuerlibelle. Sehr deprimierend!

Jetzt herrscht erst einmal Ruhe am Tümpel. Ähnlich wie bei Vögeln, nachdem ein Greifvogel zugeschlagen hat.

Auf der Tümpeloberfläche sitzt eine Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus).

Eine Gemeine Binsenjungfer (Lestes sponsa) macht eine Rast.

Auf dem Tümpel paaren sich Wasserläufer (Gattung Gerris).

Ein Wasserfrosch (Gattung Pelophylax) wartet auf ein vorbeifliegendes oder sich sehr nahe hinsetzendes Insekt.

Kleine Schmalböcke (Stenurella melanura) sind in Blüten jetzt vermehrt zu sehen.

Paarungszeit herrscht jetzt auch für Streifenwanzen (Graphosoma italicum).

Im echten Mädesüß krabbelt ein Gefleckter Schmalbock (Rutpela maculata).

Nach der Rückkehr aus dem Spatenbräufilz kreisen viele Greifvögel in der Luft. Die Bauern sind beim Mähen der Wiesen. Ein Schwarzmilan nähert sich mir. Was für eine Überraschung, hätte ich doch eher einen Rotmilan erwartet.

Weitere Beobachtungen und Fotogeschichten sind auf meiner Webseite unter https://isegrims-fotogeschichten.de zu sehen.

Kategorie: Spatenbräufilz/Mooshamer Weiher, Thanninger Fischweiher

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Naturfotograf, Citizen Scientist Mitglied im Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) Mitglied beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Mitglied der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. Mitglied der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens München e.V.

4 Kommentare zu “Thanninger Weiher, Spatenbräufilz – 739”

  1. Herbert Friedrich sagt:

    Das ist ja eine unglaubliche Anzahl von wunderschönen Bildern mit entsprechenden Kommentaren. Ob Schmetterlinge, Käfer oder Libellen, alle erstrahlen bei bestem Licht in wunderschönen Farben. Auch ihr Aussehen ist vielfältig. Natürlich wurden auch die Reiherenten, der Mäusebussard und der Wasserfrosch ins rechte Licht gerückt.

    1. Hans Wolf sagt:

      Hallo Herbert,
      vielen Dank. Freut mich, dass es gefällt. Es gab diesmal viele verschiedene Arten und ein Unglück für die Feuerlibelle.
      VG Hans

  2. Lieber Hans,
    du hast mir ja bereits davon erzählt, aber die Bilder sind wirklich sehr beeindruckend! Eine Fotosafari, die sich diesmal ( ist ja leider nicht immer so) gelohnt hat!

    LG Hans

    1. Hans Wolf sagt:

      Lieber Hans,
      vielen Dank. Manchmal passiert in der Natur unvorhergesehenes. Und manchmal ist halt weniger los.
      LG Hans

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